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Starkregen in Hannover —
So schützen Sie Ihren Keller

Rückstauklappe, Drainage, Sofortmaßnahmen — was Sie vor, während und nach einem Starkregen tun können, damit Ihr Keller trocken bleibt. Praxistipps vom Fachbetrieb aus Hannover.

Jedes Jahr im Sommer trifft es Hannover aufs Neue: Innerhalb weniger Minuten fallen Wassermengen vom Himmel, die das Kanalsystem nicht mehr aufnehmen kann. Die Folge — Wasser drückt durch Bodenabläufe, Toiletten und Kellerfenster ins Haus. Wer nicht vorgesorgt hat, steht plötzlich im überfluteten Keller und schaut auf zerstörte Möbel, durchnässte Wände und teure Reparaturen.

Wir bei Rohrkonzept erleben das nach jedem Starkregen: Dutzende Notrufe von Hausbesitzern in Hannover, die mit vollgelaufenen Kellern kämpfen. In diesem Artikel erklären wir, warum Hannover besonders betroffen ist, was Sie sofort tun können und wie Sie Ihren Keller langfristig schützen.

Warum Hannover besonders betroffen ist

Hannover liegt im Einzugsgebiet der Leine und der Ihme — zwei Flüsse, die bei Starkregen schnell anschwellen. Dazu kommt: Große Teile des Stadtgebiets sind über eine Mischkanalisation entwässert. Das bedeutet, Regenwasser und Abwasser fließen im selben Kanal. Bei heftigem Regen ist dieses System innerhalb von Minuten überlastet.

Besonders gefährdet sind niedrig liegende Stadtteile wie Linden, Ricklingen, Döhren und die Südstadt. Hier sammelt sich das Wasser in natürlichen Senken, und der Grundwasserspiegel liegt ohnehin nah an der Oberfläche. Wenn dann der Kanal vollläuft, drückt das Wasser durch jeden ungesicherten Kellerabfluss nach oben — ein Rückstau entsteht.

  • Mischkanalisation — Regen- und Abwasser im selben Kanal. Überlastung bei Starkregen vorprogrammiert.
  • Leine und Ihme — bei Starkregen schwellen sie schnell an und erhöhen den Druck auf das Kanalnetz.
  • Tiefpunkte in Linden, Ricklingen, Döhren — hier sammelt sich das Oberflächenwasser zuerst.

Sofortmaßnahmen bei Starkregen

Wenn eine Unwetterwarnung kommt oder es bereits heftig regnet, sollten Sie schnell handeln. Diese Maßnahmen können den Unterschied machen:

Kellerfenster und Lichtschächte sichern

Schließen Sie alle Kellerfenster und prüfen Sie, ob die Lichtschachtabdeckungen dicht sitzen. Bereits ein kippendes Kellerfenster kann bei stehendem Wasser auf der Straße Hunderte Liter ins Haus lassen. Spezielle Hochwasserschutzfenster oder druckdichte Kellerfenster bieten noch besseren Schutz.

Rückstauklappe prüfen

Falls Sie eine Rückstauklappe haben: Prüfen Sie, ob sie frei von Schmutz ist und richtig schließt. Eine verschmutzte oder klemmende Klappe ist so gut wie keine Klappe. Falls Sie keine Rückstauklappe haben, ist jetzt der dringendste Handlungsbedarf — denn ohne Rückstauschutz kann Kanalwasser ungehindert in Ihren Keller drücken.

Elektrogeräte hochstellen

Stellen Sie Waschmaschine, Trockner und andere Geräte im Keller wenn möglich auf Podeste oder Paletten. Ziehen Sie Stecker von Geräten, die Sie nicht mehr rechtzeitig hochstellen können. Das schützt vor Kurzschluss und Totalschaden.

  • Kellerfenster schließen, Lichtschachtabdeckungen prüfen
  • Rückstauklappe auf Funktion kontrollieren
  • Elektrogeräte hochstellen oder Stecker ziehen
  • Wertgegenstände und Dokumente aus dem Keller holen

Langfristiger Schutz — so machen Sie Ihren Keller sicher

Sofortmaßnahmen helfen im Akutfall, aber wirklichen Schutz bieten nur bauliche Vorkehrungen. Diese drei Maßnahmen empfehlen wir jedem Hausbesitzer in Hannover:

Rückstauklappe einbauen lassen

Die Rückstauklappe ist der wichtigste Schutz gegen Kanalrückstau. Sie sitzt in der Abwasserleitung zwischen Haus und öffentlichem Kanal und verhindert, dass Wasser aus dem überlasteten Kanal zurück ins Haus gedrückt wird. Wichtig: Der Einbau muss fachgerecht erfolgen und die Klappe regelmäßig gewartet werden. Wir bei Rohrkonzept übernehmen beides — Einbau und jährliche Wartung.

Drainage erneuern oder nachrüsten

Viele ältere Häuser in Hannover haben keine funktionierende Drainage mehr. Verstopfte oder gebrochene Drainrohre leiten das Wasser nicht mehr ab, sondern stauen es am Fundament. Eine Kamerainspektion zeigt den Zustand der Drainage — und ob eine Erneuerung sinnvoll ist. Eine intakte Drainage leitet Sickerwasser zuverlässig ab und hält den Keller dauerhaft trocken.

Hebeanlage oder Pumpe installieren

Liegt Ihr Keller unterhalb der Rückstauebene (das ist bei den meisten Kellern der Fall), brauchen Sie eine Hebeanlage. Sie pumpt das Abwasser aus dem Keller nach oben in den Kanal — gegen den Rückstaudruck. Moderne Hebeanlagen arbeiten automatisch und nahezu geräuschlos. Für den Notfall empfehlen wir zusätzlich eine Tauchpumpe mit Schwimmerschalter.

// PROFI-TIPP Lassen Sie Ihre Rückstauklappe mindestens einmal im Jahr warten — am besten im Frühjahr, bevor die Starkregensaison beginnt. Eine klemmende Klappe ist der häufigste Grund für vollgelaufene Keller, den wir bei Einsätzen sehen.

Keller unter Wasser — was jetzt?

Wenn es bereits zu spät ist und der Keller vollgelaufen ist, gilt: Sicherheit geht vor.

  • Nicht betreten bei Stromgefahr! Wenn das Wasser höher als die Steckdosen steht, besteht Lebensgefahr. Sicherung raus, dann erst den Keller betreten.
  • Feuerwehr oder Notdienst rufen. Bei großen Wassermengen brauchen Sie professionelle Pumpen. Wir bei Rohrkonzept sind rund um die Uhr erreichbar.
  • Wasser abpumpen lassen. Nicht zu schnell — bei hohem Grundwasserdruck kann ein zu schnelles Abpumpen die Kellersohle anheben.
  • Schäden dokumentieren. Fotos und Videos für die Versicherung machen, bevor Sie mit dem Aufräumen beginnen.
  • Trocknung starten. Feuchte Wände und Böden schimmeln schnell — professionelle Trocknung verhindert Folgeschäden.

Nach jedem Kellerwasserschaden empfehlen wir eine Kanalreinigung und Inspektion der Leitungen. Oft spülen Starkregen Schmutz und Ablagerungen in die Hausleitung, die ohne Reinigung zur nächsten Verstopfung führen.

Kosten und Versicherung

Die Kosten für den Kellerschutz sind überschaubar — vor allem im Vergleich zu einem Wasserschaden, der schnell fünfstellig werden kann.

  • Rückstauklappe einbauen: je nach Ausführung und Aufwand zwischen 800 und 2.500 Euro.
  • Hebeanlage: ab ca. 2.000 Euro inklusive Einbau.
  • Drainage erneuern: je nach Länge und Bodenbeschaffenheit ab 3.000 Euro.

Wichtig — Elementarschadenversicherung: Eine normale Gebäudeversicherung deckt Starkregenschäden in der Regel nicht ab. Dafür brauchen Sie eine zusätzliche Elementarschadenversicherung. Prüfen Sie Ihren Vertrag und fragen Sie bei Ihrer Versicherung nach. Seit den Hochwasserereignissen der letzten Jahre bieten immer mehr Versicherer diesen Baustein an — manche verlangen allerdings den Nachweis vorhandener Schutzmaßnahmen wie einer Rückstauklappe.

Einige Kommunen und Bundesländer bieten zudem Förderprogramme für den Hochwasserschutz an. Es lohnt sich, bei der Stadt Hannover oder der Region nach aktuellen Fördermöglichkeiten zu fragen, bevor Sie investieren.

Sie möchten wissen, welche Schutzmaßnahmen für Ihr Haus sinnvoll sind? Wir beraten Sie gerne — kostenlos und unverbindlich. Rufen Sie uns einfach an: 0171 4102467.

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